Was zur Gegenleistung zählt
Beim Kauf gilt als Gegenleistung der Kaufpreis, dazu die sonstigen Leistungen, die Sie als Erwerber übernehmen, und die Nutzungen, die sich der Verkäufer vorbehält (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG). Die Grunderwerbsteuer selbst wird weder hinzugerechnet noch abgezogen (§ 9 Abs. 3 GrEStG). Der Rechner nimmt den Kaufpreis, den Sie eintragen. Weitere vereinbarte Leistungen kennt er nicht.
Wann keine Steuer anfällt
§ 3 GrEStG nimmt unter anderem diese Erwerbe von der Besteuerung aus:
- Erwerbe bis zu einem maßgebenden Wert von 2 500 Euro (Nr. 1).
- Erwerbe von Todes wegen und Schenkungen unter Lebenden im Sinne des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (Nr. 2).
- Der Erwerb durch den Ehegatten oder den Lebenspartner des Veräußerers (Nr. 4).
- Der Erwerb durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind. Stiefkinder stehen Abkömmlingen gleich, Ehegatten und Lebenspartner dieser Personen ebenso (Nr. 6).
Der Rechner prüft keine Ausnahme. Er geht von einem steuerpflichtigen Kauf aus.
Der Notar meldet den Vertrag
Gerichte, Behörden und Notare zeigen dem zuständigen Finanzamt Rechtsvorgänge an, die sie beurkundet haben und die ein Grundstück in Deutschland betreffen (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG). Die Frist dafür beträgt zwei Wochen nach der Beurkundung, und die Anzeige ist auch für steuerfreie Vorgänge zu erstatten (§ 18 Abs. 3 GrEStG).
Bescheid und Fälligkeit
Das Finanzamt setzt die Steuer per Bescheid fest. Fällig wird sie einen Monat nach der Bekanntgabe des Bescheids, und das Finanzamt darf eine längere Zahlungsfrist setzen (§ 15 GrEStG).
Unbedenklichkeitsbescheinigung und Grundbuch
Als Eigentümer eingetragen werden Sie erst, wenn dem Grundbuchamt eine Bescheinigung des Finanzamts vorliegt, dass der Eintragung keine steuerlichen Bedenken entgegenstehen. Ausnahmen davon können die obersten Finanzbehörden der Länder vorsehen (§ 22 Abs. 1 GrEStG). Das Finanzamt erteilt sie, wenn die Steuer entrichtet, sichergestellt oder gestundet ist oder wenn der Erwerb steuerfrei ist (§ 22 Abs. 2 GrEStG).
Wenn der Kauf scheitert oder der Preis sinkt
Wird der Erwerb vor dem Übergang des Eigentums durch Vereinbarung innerhalb von zwei Jahren seit Entstehung der Steuer rückgängig gemacht, wird die Steuer auf Antrag nicht festgesetzt oder die Festsetzung aufgehoben (§ 16 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG). Wird die Gegenleistung innerhalb derselben Frist herabgesetzt, setzt das Finanzamt die Steuer auf Antrag niedriger fest (§ 16 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG).
Was der Rechner daraus macht
Die Grunderwerbsteuer rechnet der Rechner nicht aus. Er zeigt die monatliche Rate, wie viel davon im ersten Monat auf Zins und Tilgung entfällt und was am Ende der Sollzinsbindung offen bleibt.